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Das neue F-GAS-Dekret

By Januar 15, 2019 No Comments

Fluorierte Gase, so genannte F-Gase, waren schon einmal Thema unseres Blogs. Damals ging es um die Europäische F-Gas-Richtlinie und die daraus abzuleitenden Pflichten im Umgang mit Geräten, die mit F-Gasen betrieben werden.

Nun hat auch der italienische Staat nachgezogen. Am 9. Jänner 2019 ist das F-Gas-Dekret (DPR 146 vom 16. November 2018) im Gesetzesanzeiger veröffentlicht worden. Es löst das bis dato gültige Dekret ab und überträgt die Europäische Richtlinie 517/2014 in geltendes italienisches Recht. In Kraft tritt das neue Dekret mit 24. Jänner 2019.

Das neue Dekret sieht also die detaillierten Modalitäten vor, um den Vorgaben der genannten EU-Richtlinie in der Praxis Folge leisten zu können. Die wichtigsten Punkte sind:

  • die Zertifizierung von Kontroll-, Bestätigungs- und Weiterbildungs-Organisationen,
  • das staatsweit geltende digitale Register für Unternehmen und Personen,
  • die aufzubauende Datenbank, in der alle Informationen zu den Gasen gesammelt und verwaltet werden,
  • die Pflicht zur Weiterbildung aller, die mit F-Gasen zu tun haben, sowie zur Zertifizierung der Unternehmen,
  • ein unabhängiges, fachkundiges Kontrollsystem für alle Daten über Geräte, die in den Handel kommen und mit fluorierten Gasen betrieben werden.

Die umfassendsten Neuigkeiten betreffen ohne Zweifel die Zertifizierung der Fachleute sowie den Kreis jener Personen, die künftig der Zertifizierungspflicht unterliegen. Darüber hinaus weitet das neue Dekret auch den Anwendungsbereich spürbar aus, und zwar auf

  • den Abbau fester Klima- und Kühlgeräte sowie von Wärmepumpen,
  • die Produktion, Wartung, Reparatur und den Abbau von Kühlzellen in Lkws bzw. von Kühlanhängern,
  • den Abbau von Brandschutzanlagen,
  • die Installation, Wartung und Reparatur elektrischer Schaltanlagen.

Eine absolute Neuigkeit stellt zudem die Einrichtung einer Datenbank zu fluorierten Gasen dar. Geführt wird diese von den Handelskammern, gespeichert werden alle Daten zu F-Gasen sowie zu jedem Verkauf von Geräten und Anlagen, die mit diesen Gasen betrieben werden. Ebenfalls Eingang in die Datenbank finden Arbeiten zur Betreuung, Wartung, Reparatur, Installation und zum Abbau solcher Geräte und Anlagen.

Es wird an den Händlern liegen, alle Daten zu den Verkäufen in die Datenbank einzugeben. Dazu gehören auch die Zertifizierungsnummern und die Daten über den Endkunden, wenn es um bereits vorgefüllte Geräte geht. Allerdings sieht das Dekret einen Übergangszeitraum von acht Monaten nach Inkrafttreten vor. Ist dieser einmal abgelaufen, haben zertifizierte Fachleute und Unternehmen jeweils 30 Tage Zeit, neu installierte F-Gas-betriebene Anlagen in die Datenbank einzutragen.

Dieselbe digitale Meldepflicht gibt es für die regelmäßig durchzuführenden Kontrollen auf eventuelle Gasverluste, für Wartungs- und Reparaturarbeiten sowie für den Abbau von Geräten und Anlagen.

Die Datenbank soll ein möglichst lückenloses System der Rückverfolgbarkeit für die fluorierten Gase und alle mit ihnen betriebenen Anlagen schaffen.

Für Climant ist all dies nichts Neues. Schon seit drei Jahren, seit der Veröffentlichung der EU-Richtlinie, sind wir bestrebt, den Einsatz fluorierter Gase auf ein Minimum zurückzuschrauben, um unseren Beitrag zum Schutz der Umwelt und unseres Klimas zu leisten.

Diese Flexibilität, die Fähigkeit, uns neuen Herausforderungen zu stellen, ist einer der zentralen Bausteine unserer Firmenphilosophie und ein täglicher Wegbegleiter. In ihren Genuss kommen nicht zuletzt all jene, die uns die Aufgabe eines verantwortlichen Dritten übertragen.

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