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F-Gas: Was ist das und was muss man über fluorierte Gase wissen?

By November 21, 2018 No Comments

Die EU-Verordnung 517/2014 (auch F-Gas-Verordnung genannt) regelt die Wartung und den Betrieb von Anlagen, in denen fluorierte Gase zum Einsatz kommen. Diese gelten als Treibhausgase

Fluorierte Gase werden vor allem seit den 1990er-Jahren verwendet, und zwar als Ersatz für die für die Ozonschicht extrem gefährlichen Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) und deren Verwandte.

Allerdings haben auch F-Gase durchaus negative Auswirkungen auf das Klima, weshalb ihr Einsatz schrittweise zurückgefahren werden soll. Vor allem jener von Gasen, die schädliche Auswirkungen auf das Weltklima haben. Das von der EU ausgegebene Ziel ist dabei, die F-Gase bis 2030 um ganze 79 Prozent zurückzufahren und sie durch weniger schädliche Stoffe zu ersetzen.

An wen richtet sich die F-Gas-Verordnung der EU?

Die F-Gas-Verordnung der EU umfasst ein weites Spektrum und betrifft demnach all jene, die Kühl- und Klimageräte betreiben oder mit solchen arbeiten. Zu diesen Geräten werden gezählt:

  • Fixe Kühlanlagen (z.B. Kühlschränke, Kühlzellen, Tiefkühlgeräte für Haushalte, den Handel oder die Industrie),
  • Mobile Kühlanlagen (also v.a. Kühlwagen jeder Größe und für jeden Zweck),
  • Klimaanlagen und Wärmepumpen (z.B. Klimageräte, Split-Systeme, Lüftungsanlagen).

Schon aus dieser Aufzählung wird deutlich: die Vielfalt an betroffenen Anlagen und Geräten ist groß, die Figur des Betreibers deshalb auch nicht immer auf den ersten Blick klar. Dies ist umso heikler, nachdem der Betreiber (wer auch immer es ist) rechtlich für die Einhaltung aller Pflichten haftet (also etwa dafür, dass die regelmäßigen Kontrollen durchgeführt und Kühlmittelverluste ausgeschlossen werden).

Eindeutig ist die Situation bei Geräten und Anlagen zum privaten Gebrauch. Für sie haftet der Eigentümer als Betreiber. Werden die Anlagen dagegen geschäftlich genutzt, ist der Betreiber eine juristische Person, meist also ein Unternehmen. Und handelt es sich um sehr große Anlagen, greift man gern auch auf Dritte zurück, auf Experten, die mit der Wartungspflicht auch jegliche Verantwortung übernehmen.

Welche Pflichten schreibt die EU-Verordnung zu fluorierten Gasen fest?

Die wichtigsten in der F-Gas-Verordnung der EU vorgesehenen Pflichten sind:

  1. Führung eines Anlagenheftes für alle Geräte und Anlagen, die eine festgelegte Mindestmenge an Kühlmittel überschreiten,
  2. Registrierung der Anlage im so genannten ISPRA-Register und jährliche Erneuerung, in der auch alle notwendigen Reparaturen erfasst werden,
  3. stetige Kontrolle, um Kühlgasverluste zu verhindern,
  4. Einbau, Wartung und Entsorgung der Kühlmittel durch zertifizierte Betriebe und Personen

Der Vorgänger der F-Gas-Verordnung (die Verordnung 843/2006/EG) sah vor, dass diese Pflichten für alle Anlagen und Geräte zu erfüllen waren, die mit mehr als drei Kilogramm Kühlmittel betrieben wurden. Dieses Prinzip ist mit der neuen Verordnung abgeschafft worden. An die Stelle der Gewichtsangabe tritt nun ein Parameter, der das Treibhausgaspotenzial (GWP) einer Anlage misst.

Was schon so kompliziert klingt, wird in den Details noch komplizierter. Das GWP misst demnach das globale Erwärmungspotenzial eines Kilogramms eines Gases bezogen auf einen Zeitraum von 100 Jahren gegenüber dem entsprechenden Potenzial eines Kilogramms CO2. Das Treibhausgaspotenzial einer Anlage ist demnach der GWP-Wert eines Gases multipliziert mit der Menge dieses Gases in der Anlage und wird in Kilogramm eines theoretischen CO2-Ausstoßes mit demselben Treibhauseffekt angegeben.

Diese Kilogramm CO2 entscheiden wiederum darüber, in welchen Abständen eine Anlage überprüft werden muss.

  • Liegt der CO2-Wert pro Jahr zwischen 5000 und 50.000 kg, muss die Anlage einmal pro Jahr auf einen Kühlmittelverlust hin kontrolliert und diese Kontrolle im Anlagenheft vermerkt werden.
  • Liegt der CO2-Wert pro Jahr zwischen 50.000 und 500.000 kg, muss die Anlage zweimal pro Jahr auf einen Kühlmittelverlust hin kontrolliert und diese Kontrolle im Anlagenheft vermerkt werden.
  • Liegt der CO2-Wert pro Jahr über 500.000 kg, muss die Anlage viermal pro Jahr auf einen Kühlmittelverlust hin kontrolliert werden. Zudem besteht die Pflicht, einen Kühlmittelverlustmelder einzubauen.

Wir fungieren in Südtirol als verantwortlicher Dritter

Schon dieser kurze Abriss zur F-Gas-Verordnung macht eines deutlich: Als Laie den Überblick über all die mit Klima- und Kühlanlagen verbundenen Pflichten zu behalten, ist schwierig, wenn nicht ganz unmöglich. Zudem müssen alle Arbeiten und Wartungspflichten von zertifizierten Firmen mit ausgebildetem Fachpersonal übernommen werden, können also nicht vom Betreiber selbst ausgeführt werden.

Wer demnach Schäden am Gerät oder etwaige Strafen verhindern möchte, sollte all dies den Fachleuten überlassen. Wir von GM Service übernehmen deshalb auf Wunsch die Funktion eines verantwortlichen Dritten, der Ihre Kühl- und Klimaanlage wartet, instand hält, kontrolliert und jegliche Verantwortung dafür übernimmt. Und auch die ganze bürokratische Last nehmen wir Ihnen ab.

Wenn Sie demnach nachts ruhig schlafen und nicht an irgendwelche F-Gas-Pflichten denken wollen, wenden Sie sich vertrauensvoll an uns. Überlassen Sie all dies den Profis!

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