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Wartung 4.0

By September 10, 2018 No Comments

Definiert man den Begriff „Wartung“ kommt man auf „die Instandhaltung von etwas durch entsprechende Pflege, regelmäßige Überprüfung und Ausführung notwendiger Reparaturen“, was einfach klingt, in der Praxis aber hochkomplex ist. Deshalb betraut man mit der Wartung vor allem technischer Anlagen eigentlich seit jeher Fachleute, die dafür sorgen, dass heikle Gerätschaften möglichst durch den Gebrauch keinen Schaden nehmen.

In der Geschichte zeigt sich, dass Hersteller und Wartungspersonal zunächst deckungsgleich waren, seit die Technik aber einen hohen Komplexitätsgrad erreicht hat, trennt man zwischen Herstellung und Wartung, für beides gibt es spezialisierte Unternehmen.

Die Trennung erfolgte in der Ära der Industrialisierung und wurde bis vor wenigen Jahren strikt beibehalten, allerdings hat die Digitalisierung doch einiges verändert.

Mittlerweile spricht man deshalb nicht mehr nur von der Industrie 4.0, sondern auch von einer Wartung 4.0. Aber was versteht man unter diesem neuen Konzept? Und welche Technologie macht es überhaupt erst möglich?

Welche Technologie ermöglicht eine Wartung 4.0?

Es gibt eine Reihe technischer Voraussetzungen, die eine Wartung 4.0 überhaupt erst möglich macht. Ein großer Teil oder, um genauer zu sein, fast alle davon fallen in die Sparte Hochtechnologie, gehören also Bereichen wie der Robotik, künstlicher Intelligenz, Mechatronik, Big Data, Maschinenlernen, dem 3D-Druck oder dem Design 4.0 an. Und so entwickelt die Wartung 4.0 ein sehr interessantes und komplexes Eigenleben.

Woran erkennt man Wartung 4.0?

Es sind zwei Schlüsselkonzepte, die Fachleute für die Wartung 4.0 ausmachen, zwei Konzepte, die diese neue Sicht der Dinge tragen.

Zum einen ist es der vorausschauende Charakter der Wartung, der darin besteht, eine Anlage stetig zu überwachen, Betriebsdaten zu sammeln, diese auszuwerten, um so rechtzeitig intervenieren zu können, wenn sich ein Problem abzeichnet. So werden Einsatzzeiten und die Kosten bei Stillständen spürbar reduziert.

Das zweite Schlüsselkonzept ist die Aus- und Weiterbildung derjenigen, die für die Wartung verantwortlich zeichnen. Und dabei geht es nicht nur um die Kenntnis der Anlage selbst, sondern immer stärker auch um informatische Kompetenzen, um Analysefähigkeiten und die Kompetenzen, die eine vorausschauende Wartung erst ermöglichen. Deshalb gilt es in diesem Bereich zuzulegen, es braucht zertifizierte Weiterbildungsprogramme, die der Entwicklung zur Wartung 4.0 Rechnung tragen.

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